Herzlich Willkommen


sie befinden sich aktuell auf dem Blog von Sebastian Helwig und Lars Lippenmeier. Thematisch steht der Blog ganz im Zeichen des Journalismus und der Medien. Interessierte finden hier demnächst Veröffentlichungen aus den Bereichen Print und Video. Für einen Kommentar und konstruktive Kritik zu unserer Arbeit sind wir immer offen.

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Kommentare zur Homepage



23.3.09

Ausbildungsradio on air!

Rockfun24, das Ausbildungsradio aus Frankfurt ist seit heute on air! Unter der Frequenz 92,9 UKW oder im Webstream unter rockfun24.de ist das Radio zu empfangen. Themen sind in dieser Woche die "Aktionstage Evangelische Jugendarbeit", kommende Woche wird sich der Musikmesse gewidmet.
Highlight ist das Streamfestival am 28.3. in der Jugendkulturkirche St. Peter, auf dem sich zahlreiche Newcomerbands vorstellen werden.

Streamfestival
Newseintrag auf rockfun24.de

17.12.08

Weihnachten abschaffen?

Auf dem Weg zum Ausbildungsradio im nächsten Frühjahr finden einige Workshops im Medienhaus Frankfurt statt, die Grundkenntnisse für den Radioalltag vermitteln. Auf solch einem Workshop im Medienhaus Frankfurt entstand unter meiner Mitwirkung folgender Radiobeitrag über Weihnachtsfans und Weihnachtsmuffel: Weihnachten abschaffen?. Der Beitrag findet sich auf der Homepage des Internetradios rockfun24, wie auch die anderen Beiträge des Workshops.

Bildquelle: aboutpixel.de /Pünktlich zum 1. Dez ©getready

10.11.08

backview-Themenwoche "Wahlen in den USA"


Die Themenwoche von "back view" beschäftigt sich diese Woche mit den Wahlen in den USA und allem, was so dazu gehört. Im Artikel "Wer wäre der christlichere Präsident? " gehe ich der Frage auf den Grund, was amerikanische Christen über die Kandidaten denken und umgekehrt.

Screenshot von einem youtube-Video, dass zur "christlichen" Wahl auffordert.

4.7.08

„... und das ewige Leben“

Welche Todesvorstellung haben eigentlich Christen?

Im Glaubensbekenntnis kommt das Thema Tod und Auferstehung gleich zweimal vor: Zum einen in der Strophe über Jesus Christus, der „gekreuzigt, gestorben und begraben“ und schließlich „am dritten Tage auferstanden von den Toten“ ist, zum anderen am Ende des Glaubensbekenntnisses, wenn der Glaube an die „Aufstehung der Toten und das ewige Leben“ bekannt wird. Diese Parallelität ist nicht zufällig, sondern tiefe theologische Einsicht: Mit der Auferstehung Christi hat sich das Thema Tod für Christen erledigt. Doch so selbstverständlich, wie im Glaubensbekenntnis formuliert, sind die Vorstellungen vom Leben nach dem Tod keineswegs: Längst haben sich Vorstellungen von Reinkarnation, Naturesoterik oder schlicht der Akzeptanz des Todes als Endpunkt des Lebens in christliche Vorstellungen eingemischt. Doch zunächst eine kleine Reise durch die Bibel, bevor die aktuellen Diskussionen nochmals Betrachtung finden.

Der Tod in der Bibel

Im Alten Testament gibt es nur Anklänge an Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod, die in der jüdischen Auslegung zu verschiedenen Schulen geführt haben, von denen einige auch an Auferstehung glauben. Im Wesentlichen hat der Tod jedoch die diesseitige Funktion, das Leben entweder früh oder spät zu beenden, was als Segen oder Fluch von Gott gesehen wird. Ein Totenreich wird scheinbar angenommen, ist jedoch eher negativ besetzt. Es gilt, wie in Genesis 2 gesagt wird: „Denn Staub bist du, zum Staub mußt du zurück“.

Im Neuen Testament wird eine Umdeutung des Todes vorgenommen: Er ist nun eine Größe, die das ganze Leben bestimmt. Wer in Sünde lebt, ist bereits tot, wer an Christus glaubt, hat bereits das ewige Leben. Der physische Tod wird so „Nebensache“, wie sich auch in Matyriumsvorstellungen zeigt: „Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden“. Symbolisch mit der Taufe beginnt bereits das ewige Leben, der Eintritt ins „Reich Gottes“, lediglich die Wiederkunft Christi bleibt noch als Erwartung, die schließlich alles erfüllt.

Unterschiede innerhalb des Neuen Testamentes und vor allem innerhalb der verschiedenen späteren Konfessionen gibt es nur noch um die Frage, welche Rolle die Werke beim Gericht spielen und wie genau sich die Gerichtsszenen abspielen werden, z. B. ob es ein „Fegefeuer“ gibt. Innerhalb der Auslegung gab es außerdem nicht unbedeutende Theologen, die weitere Thesen aus dem Text entnommen haben: Eine „Allversöhung“ - also ein Gericht ohne Verdammte - wurde viel diskutiert, ebenso die Frage, ob das Reich Gottes nicht doch eine diesseitige Größe ist und Auferstehung eine innerseelische Angelegenheit.

Im Wesentlichen blieb es aber bei der Versammlung zum Gericht am Ende der Zeit und anschließendem ewigen Leben bei Gott, einer Überwindung des Todes durch Jesus Christus.

Neue gesellschaftliche Trends

Ausgehend von diesem biblischen Todesverständnis sollte der Tod (bzw. dessen Überwindung) eigentlich eine zentrale Rolle in der Verkündigung spielen. Gesellschaftlich geht der Trend jedoch immer mehr dazu, Tod und Trauer an der Rand zu drängen, was mehrere Ursachen hat: Zum einen wird in Medien und Werbung – trotz erster Ausnahmen – das Idealbild von Jugend und Fröhlichkeit in jedem Alter vermittelt, die Medizin vermittelt den Eindruck, zur „Unsterblichkeit“ zu verhelfen. Dazu kommt, dass immer seltener Tod und Trauer als Familie durchlebt wird, bedingt durch kleinere Familien. Eine zunehmende Zahl von Menschen stirbt allein in Krankenhäusern und Altenheimen. Und wenn es zu Todesfällen kommt, geht die Tendenz zur Verdrängung der Emotionen: Beileidswünsche sind nicht erbeten und die schnelle „Rückkehr zum Alltag“ lässt keinen Raum zur Trauer. Oft hat der Sterbende selbst durch die Wahl eines Urnengrabes ohne nötige Grabmahlpflege oder anonyme Bestattung dies bewusst unterstützt.

Diesen Trend zur Verdrängung von Tod und Trauer beobachten die Kirchen mit Sorge, sie befürchten weitere Veränderungen des Menschenbildes durch die Einführung der aktiven Sterbehilfe, die in anderen Ländern bereits möglich ist und in Deutschland diskutiert wird.

Aktuelle Reaktionen der Kirchen

„Und was ist so schlimm daran, wenn weniger getrauert wird?“ könnte man nun natürlich fragen. Die Kirchen befürchten, dass durch die Tabuisierung von Tod und Sterben das Problem nicht aus der Welt ist, sondern Schäden in der Persönlichkeit hinterlässt, besonders bei Kindern. Unvorbereitet und plötzlich kann das Thema wieder zu Tage treten. Endlichkeit kann sich auch im Kleinen in Misserfolg oder Krankheit zeigen. Gerade am Aufleben von Esoterik oder Reinkarnationsvorstellungen scheint sich auch zu zeigen, dass die Menschen wieder mehr den Sinn des Lebens und Sterbens suchen. Die Hoffnung auf eine andere, bessere Welt ist für die Kirchen auch für die heute lebenden Menschen noch von Bedeutung.

Deshalb versuchen die Kirchen durch Kampagnen die Menschen wieder mehr mit dem Tod zu konfrontieren und ihn als Feind zu entlarven statt als notwendigen Teil des Lebens. In der Taufpraxis wird diskutiert, neben dem (eigentlich sekundären) Segenscharakter die Kraft der Taufe zu betonen, mit der sie den Tod überwinden kann. In Schulen und im Kindergottesdienst sorgte das Motiv von Kindern vor einem Grab für Aufsehen, dass die Unterschrift „Tote essen auch Spaghetti - nur nicht so viel“ trug. Und auch das Angebot der Begleitung von Sterbenden und Angehörigen – nicht nur vor, sondern auch nach der Beerdigung – soll ausgebaut werden. Hier sind Hospizbewegungen, aber auch die zahlreichen Besuchsgruppen in den Gemeinden zu nennen. Wie diese Beispiele zeigen, wird die Diskussion um einen zeitgemäßen Umgang mit dem Tod in den Kirchen geführt und zeigt erste Erfolge, wie die verstärkte Beschäftigung der Medien mit dem Thema in den letzten Jahren. Abseits der theologischen Standardantworten werden besonders Gesprächskreise für Angehörige angeboten, die einen Suizid oder frühen Tod in ihrer Familie erlebt haben. Und die Erfahrung der Ehrenamtlichen in den genannten Bereichen ist – anders als eventuell zu vermuten – langfristig eine Aufwertung des Alltags, weil die Wertschätzung für das eigene Leben steigt – und nicht etwa Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit.


Ökumenische Stellungnahme: „Im Sterben: Umfangen vom Leben“

http://www.ekd.de/EKD-Texte/sterben_1996.html


Stichwort „Tod“ im Glaubens-ABC der EKD

http://ekd.de/lexikon/tod.html


häufige Fragen zur Bestattung

http://ekd.de/einsteiger/sterben.html


Evangelisches Seelsorgeportal Trauernetz.de

http://www.trauernetz.de/



Bildquelle: aboutpixel.de / Licht am Ende des Tunnels © jacques Kohler


Der Artikel wurde verfasst für die backview-Themenwochen "der tod".

28.6.08

Protest auf dem „Heiligen Berg“

Theologiestudierende an der kirchlichen Hochschule kritisieren Modularisierung des Pfarramts-Studiums und fürchten Nachteile für ihre Ausbildung

„Mit der Modularisierung geht die Freiheit unseres Studium verloren“, erklärt AStA-Mitglied Maike Dressmann den anwesenden Pfarramts-Studierenden. „Wie soll man das noch schaffen?“ murmelt es durch die Reihen, als von den neuen Anforderungen die Rede ist: Zusätzlich zu den bereits geforderten drei Altsprachen Latein, Griechisch und Hebräisch soll demnächst noch eine verplichtende Wochenstundenzahl kommen. Außerdem sollen die bisher meist im Hauptstudium absolvierten Bibelkunde- und Philosophieprüfungen ebenfalls ins Grundstudium verlegt werden.

„Sackgasse Theologie?“ und „Achtung! Verengtes Denken!“ ist auf den Flyern und Buttons zu lesen, die verteilt werden. Der Protest ist Teil der bundesweiten Protestaktion „Mobilisierung gegen Modularisierung“, die vom Studierendenrat Evangelische Theologie organisiert wird. Ziel des Protests ist der im Oktober stattfindende Fakultätentag. An der Kirchlichen Hochschule Wuppertal versammeln sich die theologischen Fakultäten, um die Vorgaben des Kultusministeriums umzusetzen. Deutschlandweit werden Fotos von Studierenden mit Protestschild geschossen, die im Oktober zu einer großen Bilderwand zusammengestellt werden sollen. Geplant ist das sogenannte „PROTESTantische Pilgern“, um die vom Kultusministerium diktierte Modularisierung nun möglichst ohne weitere Nachteile für die Studierenden abzuwickeln.

Sorgen haben die Studierenden um künftige Hochschulwechsel und Überforderung im Studium. Das hohe Arbeitspensum käme als weitere Belastung zu den bereits eingeführten Studiengebühren. Soziales Engagement und Selbstorganisation – für Pfarrerinnen und Pfarrer im späteren Berufsalltag wichtig – kommen hingegen zu kurz.

Der AStA der Kirchlichen Hochschule hofft nun auf eine hohe Beteiligung am Protest im Oktober, zu dem Studierende von Fakultäten aus ganz Deutschland anreisen wollen, um den Pfarrerinnen und Pfarrern von morgen ein möglichst freies Studium zu ermöglichen und sie von den negativen Folgen der Modularisierung, die in anderen Studiengängen bereits zu sehen sind, zu verschonen.

Bilder von Sebastian Helwig:
- Florian Oepping, Konventspräsident, mit bundesweitem Protestschild
- Maike Dressmann, Frauenreferentin und SETh-Beauftragte des AStA

Sebastian Helwig, für den AStA der Kirchlichen Hochschule

23.5.08

backview-Themenwoche "Homosexualität"

Unter verschiedenen Gesichtspunkten wird das Thema "Homosexualität" diese Woche beim Online-Magazin "back view" betrachtet.
Der Artikel "Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau" von Sebastian Helwig behandelt die Frage nach Homosexualität und Christentum bzw. Kirchen.
Alle Artikel sind unter www.backview.eu zu finden.

16.5.08

"back view"-Reaktionstreffen


Am vergangenen Wochenende wurde in Frankfurt am Main fleißig für das Online-Magazin "back view" geplant, für das wir auch in freier Mitarbeit schreiben. Andreas Fauth vom Frankfurter Medienhaus und der Kirchenredaktion des Radiosenders FFH klärte uns über den "Einstieg in die Medien" auf. Planungsergebnisse für "back view" sind das Thema der Woche "Homosexualität" sowie die Gründung eines Unterstützervereins.

Foto: M. Boecker

Artikel unter backview.eu

19.3.08

Vorratsdatenspeicherung - Erster Jubel bei Datenschützern


Das Bundesverfassungsgericht hat heute in einer einstweiligen Anordnung die Vorratsdatenspeicherung eingeschränkt. Es handelt sich noch nicht um die Verfassungsklage des Arbeitskreises zur Vorratsdatenspeicherung und verbietet auch nicht die Vorratsdatenspeicherung an sich, aber beschränkt die Herausgabe der Daten bis zum endgültigen Urteil auf besonders gravierende Straftaten. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung sieht jedoch schon jetzt ein Rücktrittsgrund für Justizministerin Zypries.

Artikel in der Frankfurter Rundschau
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

Foto: Demonstration im November 07 in Düsseldorf

8.3.08

0 % für Fischer, Robert Habeck vorn - Bloggerin startet Parteivorsitz-Casting

"Vorteil: rennt als Revolutionär auf der Straße rum und zeigt’s denen da oben mal so richtig!" - "Nachteil: ist schon 40 jahre her": Daniel Cohn-Bendit steht zur Wahl als Parteivorsitzender. Nicht auf einem Parteitag, sondern im Internet. Mit kurzem Pro-Contra schreibt Bloggerin Julia Seeliger - selbst bei den Grünen - über verschiedene mehr oder weniger ernst gemeinte Kandidaten. Dabei können Leser ihren Senf dazugeben und eigene Kandidaten vorschlagen. Skurril kommen besonders Kandidaten wie Joschka Fischer oder Ronald Pofalla daher - aber die Aktion will auch eher als "Kunstaktion" verstanden werden, wie der satirische Titel "DSDP" vermuten lässt.
Bisherigen Spitzenreiter ist Robert Habeck, der aus Schleswig-Holstein stammt.

Hintergründe und Abstimmung im Blog von Julia Seeliger.

24.2.08

Fotos

Altar beim Face2Faith-Jugendgottesdienst in Holzhausen:

Nahaufnahme Kaktus:


Garn: